Serap Güler auf Sommertour bei der Emons Spedition

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7.8.2026

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Staatministerin interessiert sich für das Ausbildungsprojekt „Why not Logistics“ und die Herausforderungen einer Spedition

Köln, 4. August 2026 – Serap Güler und Reine Bredou trafen sich zufällig in Abidjan, Hauptstadt der Elfenbeinküste. Frau Güler lernte u. a. das Ausbildungsprojekt „Why not Logistics“ als Best Practice im Goethe-Institut kennen. Dort besuchte Reine den Deutschkurs als Vorbereitung auf ihre Ausbildung bei Emons in Deutschland.  

Heute war Serap Güler, Staatministerin des Auswärtigen Amts und Mitglied des Deutschen Bundestags (Wahlbezirk Köln-Porz), zu Gast. Im Rahmen ihres Zuständigkeitsbereichs für Afrika, Südamerika und des Goethe-Institutes tauschte sie sich mit Christiane Bauer, Leiterin HR Emons sowie Initiatorin von Why not Logistics (WNL), Thorsten Heuser (CFO Emons) und Norbert Maas (Betriebsleiter Emons Transporte) über die Herausforderungen in der Speditionsbranche aus.  

Im Vordergrund der Diskussion standen die Auszubildenden, die Emons aus Burkina Faso, der Elfenbeinküste und der Demokratischen Republik Kongo rekrutiert.  

„Ähnlich wie in der Gastronomie und im Bäckerhandwerk sind Speditionsberufe im Fahr- und Lagerbereich und auch Arbeitszeiten im Büro in den frühen Morgen- und Abendstunden nicht gerade sexy,“ berichtet Thorsten Heuser.  Es ist schwer Auszubildende zu finden.  Daher beschritt Emons vor fünf Jahren den Weg, sich Talente in Afrika zu suchen.

Christiane Bauer führt aus „Wir haben es mit Berufskraftfahrer im Schnellverfahren ausprobiert. Daraus entstand keine Bindung ans Unternehmen. Über eine gute Vorbereitung, die schon im Heimatland beginnt und Entschleunigung während der mehrjährigen Ausbildung in Deutschland schaffen wir die Integration von motivierten und loyalen Arbeitskräften ins Unternehmen.“

Das Emons-Team von Why not Logistics besucht die Länder und führt dort die Bewerbungsgespräche mit den jungen Menschen selbst durch. Geeignete Bewerber für Emons und Kunden, die an dem Projekt WNL partizipieren, lernen beim Goethe-Institut Deutsch in ihrem Heimatland (Level B1) und erhalten eine Voreinführung in die Kultur. Emons übernimmt die Visa und andere Formalitäten und besorgt die Unterkunft auf dem privaten Wohnungsmarkt. Nach Ankunft in Deutschland durchlaufen die Auszubildenden ein einwöchiges Onboarding inklusive interkulturellem Austausch, an dem an drei Tagen auch die Ausbilder teilnehmen. Neben der normalen Ausbildung werden die Sprachkenntnisse mit geförderten Kursen auf ein Minimum von B2 gebracht. Mitarbeiter unterstützen bei Behördengängen, den alltäglichen Herausforderungen und der Integration über Sportvereine, Kirchen, etc..

Bei einem lebhaften Austausch mit anderen Auszubildenden aus dem Programm erzählt Christian, dass er alles an Deutschland mag, nur das Wetter nicht immer. Wenn es im Kongo heiß ist, denn geht wenigstens ein Wind. Nachdem er schon mit dem Sprinter Sendungen zugestellt hat, ist er stolz den Führerschein CE bestanden zu haben und jetzt im 3. Ausbildungsjahr mit dem großen 40-Tonner Lkw allein zu ersten Kunden zu fahren. Anfangs werden die Fahranfänger noch von Ausbildern begleitet, um Fahrpraxis zu bekommen. „Wir tragen eine große Verantwortung, junge Menschen mit großen Fahrzeugen in den Verkehr zu schicken und die nehmen wir sehr ernst“, sagt Thorsten Heuser. Zudem sind die Fahrzeuge teuer, E-Lkw sogar kostbar, so dass eine Förderung notwendig ist. Der Betriebsleiter der Emons Transporte Norbert Maas setzt auf den Mix von modernen 40-Tonner Lkw, deren Verbrauch an Diesel durch die technologischen Entwicklungen permanent gesunken ist, E-Lkw für den Stadtverkehr und Gigalinern, die ein Drittel mehr Volumen befördern können. Acht mit Biogas betriebenen Lkw sind bestellt und sollen noch in diesem Jahr geliefert werden. Die Fahrzeuge werden mit Biogas aus organischen Abfällen betankt, das im Vergleich zu fossilem Diesel deutlich geringere Treibhausgasemissionen verursacht

Angesprochen darauf, ob zunehmende 30-er Zonen und Fahrradspuren im Alltag störend sind, antwortet Florian Faustmann (Speditionsleiter in Köln): „Das bekommt das Fahrpersonal mit der guten Kenntnis des eigenen Zustellbereichs gut hin. Die Sperrung der Brücken für den Lkw-Verkehr wie zuletzt die Brücke am Eifeltor oder die Bonner-Nordbrücke stellen hingegen ernsthaftere Probleme dar. Durch die Umwege verlängert sich die Fahrzeit, die Produktivität sinkt, was zu höheren Kosten führt.“  

Reine, die seit vier Wochen in Deutschland ist, mag spontan die Leute, die alle freundlich zu ihr sind und ihr helfen, wenn sie beispielsweise eine Straße sucht. Sie beginnt ihre Ausbildung zur Kauffrau für Spedition- und Logistikdienstleistungen am Standort Weiterstadt. Das Projekt zeigt wie internationale Zusammenarbeit konkrete Perspektiven für den Wirtschaftsstandort Deutschland schafft.

Über Emons: Das unabhängige Familienunternehmen mit Hauptsitz in Köln wurde 1928 gegründet und beschäftigt heute rund 3.900 Mitarbeitende an weltweit 120 Standorten in über 15 Ländern. 2025 erwirtschaftete Emons einen Umsatz von 667 Millionen Euro. Das Unternehmen bietet Transporte auf Straße mit 300 eigenen Lkw und auf der Schiene mit eigenen Loks und Ganzzügen, zu Luft und See sowie umfassende Logistik- und Zollservices und setzt auf zertifizierte Qualitäts-, Umwelt- und Informationsmanagementsysteme.

Über WHY NOT LOGISTICS

Why Not Logistics bringt engagierte junge Menschen aus dem Ausland mit deutschen Unternehmen zusammen, die qualifizierte und anerkannte Ausbildungsplätze bieten – ob in der Logistik oder in anderen gewerblich-technischen Berufen. WNL übernimmt den kompletten Recruiting Prozess inklusive Eignungsprüfung, Deutschkursen, Visa, Onboarding und persönlicher Begleitung.

https://www.whynotlogistics.de/

Pressekontakt
Emons Spedition GmbH & Co. KG
Petra Celler, Leiterin Koordination Vertrieb, Messen & PR
Leskan Lofts - Eingang Ost
Waltherstraße 49 – 51
51069 Köln

E-Mail petra.celler@emons.de

Internet www.emons.de

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