Emons setzt auf Elektromobilität: E-Lkw fährt erfolgreich durch Stuttgart

Veröffentlicht

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14.10.2025

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3

min

Inhaltsverzeichnis

Ein neues Kapitel in der Citylogistik

 Seit Juni 2024 verstärkt ein vollelektrischer FUSO eCanter den Fuhrpark der Emons-Niederlassung in Ditzingen bei Stuttgart. Das Fahrzeugbeliefert täglich Kunden in der Stuttgarter Innenstadt und ist Teil des geförderten Forschungsprojekts REALIST. Unterstützt durch die Stadt Stuttgart und ihren Klima-Innovationsfonds verfolgt das Projekt das Ziel, innerstädtische Transporte nachhaltiger zu gestalten und die Elektrifizierung im urbanen Lieferverkehr voranzubringen.

 

Erfolgreiche Zwischenbilanz: Über 12.500 Kilometerelektrisch unterwegs

Nach rund einem Jahr im Einsatz zieht Emons eine positive Bilanz: Der E-Lkw absolvierte 164 Touren mit einer Gesamtlaufleistung von12.571 Kilometern. Damit wurde das Ziel des Projekts – eine Mindestfahrleistung von 11.000 Kilometern – deutlich übertroffen.

Durchschnittlich legte der eCanter 77 Kilometer pro Tour zurück und transportierte dabei rund 2,5 Tonnen Ware unter anderem für Textilgeschäfte und kleine Betriebe im Stadtgebiet.

 

Volleinsparung von CO₂ durch Ökostrom

Neben der Alltagstauglichkeit überzeugt vor allem die Klimabilanz. Während ein vergleichbarer Diesel-Lkw im Projektzeitraum rund 9 Tonnen CO₂ verursacht hätte, emittierte der E-Lkw bei Emons dank zertifiziertem Ökostrom keinerlei CO₂-Äquivalente. Damit ist die CO₂-Einsparung im Realbetrieb 100 Prozent.

 

Stolpersteine und Lösungen

Der Weg zum emissionsfreien Innenstadtverkehr war nicht ganz frei von Herausforderungen. So wurde beispielsweise der Antrag auf eine geförderte Ladesäule abgelehnt, weil der Standort wenige Meter außerhalb der Stadtgrenze lag. Emons entschied sich kurzerhand, die Ladeinfrastruktur aus eigener Tasche zu finanzieren. Auch bei der Fahrzeugzulassung gab es unerwartete Hürden: Aufgrund eines Softwarefehlers konnte der eCanter zunächst nicht mit einem E-Kennzeichen angemeldet werden.

Zudem hatte Emons bereits Erfahrungen mit einem gescheiterten E-Lkw-Projekt gesammelt. Fahrzeuge eines inzwischen insolventen Herstellers wurden abbestellt, weil deren Reichweite nicht mit den Anforderungen im Alltagsbetrieb kompatibel war. Umso erfreulicher ist es, dass der Einsatz im Rahmen von REALIST nun dank passender Fahrzeugauswahl, klarer Projektstruktur und starker Partner so erfolgreich verläuft.

 

Ein starkes Team im Hintergrund

Für den Einsatz des E-Lkw wurde eigens ein neuer Fahrereingestellt. Michael Bauer, der der den Fahrerjob schon hinschmeißen wollte, ließ sich von der Idee der Elektromobilität überzeugen und fährt den eCanter seither mit Begeisterung. Auch intern gab es Veränderungen: Rüdiger Bausch, der das Projekt mit angestoßen hat, übergab zum Juli 2024 die Niederlassungsleitung an seinen Nachfolger Marcel Schweiker.

 

 

Blick nach vorn: Weitere Tests in Köln

Nach den positiven Erfahrungen in Stuttgart testet Emons derzeit einen weiteren E-Lkw in der Niederlassung Köln. Auch hier liegt der Fokus auf städtischer Zustellung und klimafreundlicher Transportlogistik.

 

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Fazit: Zukunftsfähige Logistik beginnt heute

Der Einsatz des ersten E-Lkw bei Emons zeigt, wie klimafreundliche Citylogistik heute schon möglich ist und das sogar komplett emissionsfrei, wenn Infrastruktur, Technologie und Engagement zusammenkommen. Das Projekt REALIST liefert wichtige Erkenntnisse und dient als Modell für weitere Elektrifizierungsprojekte im urbanen Raum. Für Emons ist der eCanter mehr als nur ein neues Fahrzeug: Er ist ein Symbol für die Verbindung von Fortschritt, Verantwortung und Praxisnähe.

 

Gut zu wissen: Der eCanter wird ausschließlich mit zertifiziertem Ökostrom direkt an der firmeneigenen Ladestation am Standort Ditzingen geladen.

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